Allgemein

NEU ERSCHIENEN!

Crossing arms. Crossing fights. Das gute Leben erkämpfen – Frankfurt, Rhein-Main bis transnational.
Texte und Interviews aus diversen sozialen Alltagskämpfen in Frankfurt und Rhein-Main.

titel

download webversion

Veranstaltung
Dienstag den 8.12.2015 um 18 Uhr im Bürgerhaus Gallus, Frankfurt
Frankenallee 111, Seminarraum 3

Wie denken wir aktuelle Kämpfe in Rhein-Main zusammen?

„Wohnraum für alle!“ und die Forderung nach dezentraler Unterbringung von Geflüchteten gehören ebenso zusammen, wie das Feld der prekären Arbeitsverhältnisse nicht ohne die Diskussion über Hierarchien von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen auskommt.
Anlässlich unserer frisch erschienenen Broschüre „Crossing arms, Crossing fights“ laden wir ein zu einer übergreifenden Diskussion um Perspektiven einer praktischen Zusammenarbeit in Rhein-Main:
Was bedeuten konkrete Forderungen nach sozialer Infrastruktur und dem Zugang zu Bildung, Gesundheit und Mobilität bis zu würdigem Wohnraum für Alle und selbstverwalteten Räumen der Begegnung? Wie können diese Stichworte ein möglicher gemeinsamer Bezugspunkt unterschiedlicher Kämpfe sein? Und welche Kampffelder im Rhein-Main-Gebiet repräsentieren bereits übergreifende Ansätze und wo sehen wir Potential für neue Dynamiken? Was können wir aus Blockupy lernen, mit dem es ja zeitweise gelungen war, verschiedene Themen kraftvoll miteinander zu verbinden, während Alltagskämpfe sich darin jedoch nur selten wiederfanden?

erste

Die aktuelle Situation der vielen Geflüchteten in Europa und hier in Deutschland stellt derzeit die soziale Frage mit ganz neuer Dringlichkeit. Wie können wir sie nutzen? Und wie begegnen wir der politischen Herausforderung einer sozialen Spaltung überhaupt, dem gegeneinander Ausspielen verschiedener Interessen, wie sie jetzt aufgrund der jahrelangen Mängelverwaltung und Sparpolitik droht?
Jenseits der Diskussion über den Sinn von Forderungen nach kostenfreier Infrastruktur und einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle sind es diese praktischen Fragen, die wir mit euch zusammen diskutieren wollen.
Die Veranstalter*innen sind Aktivist*innen, die sich auf regionaler Ebene in verschiedenen sozialen Kämpfen engagieren.

INHALT DER BROSCHÜRE
+++ Eine kurze Geschichte des Ratschlags Rhein-Main +++ Es gibt keine Gebrauchsanweisung für das „Gute Leben“ +++ Prekär – ohne Gewähr! +++ Prekärstation im Ostend +++ INTERVIEW Faire Mobilität +++ INTERVIEW Netzwerk Soziale Arbeit +++ Anhaltende Kämpfe um Bewegungsfreiheit und Bleiberecht +++ INTERVIEW Projekt Shelter +++ INTERVIEW Teachers on the Road +++ „Für Frankfurt wäre eine Kampagne der Skandalisierung des Leerstands von Büroraum wirklich angesagt!“ +++ Das Herz der Bestie wendlandisieren: Blockupy, No Troika und die Metropole am Main +++ und wie weiter? ++++

Unsere bisherigen Diskussionen (Mai 2015)

Wenn Commons als Aneignungsprozess verstanden wird und eine möglichst kostenlose soziale Infrastruktur als Garantie von Rechten gesehen werden kann, dann befinden sich mögliche Bündelungspunkte zur Steigerung der Handlungsfähigkeit politischer und sozialer Aktivitäten in diesem Spannungsfeld.
Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum umfasst den Widerstand gegen Mietsteigerungen, für ausreichenden Wohnraum und gegen willkürliche Kündigungen, hat aber auch ein Interesse an Einkommens- bzw. Sozialleistungssteigerungen. Zudem besteht ein Interesse an mieterfreundlicher, genossenschaftlich orientierter Rechtsauslegung.
Der Kampf von Erwerbslosen umfasst die existenzielle Absicherung mit Erwerbsarbeit, aber auch ohne Erwerbsarbeit gut leben zu können. Dazu gehört ebenso bezahlbarer und ausreichender Wohnraum, wie auch die Rechte auf Zugang zu möglichst kostenloser Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Gesundheits- und Bildungsbereich. (mehr…)

Von den „Commons“ zum sozio-kulturellen Existenzminimum

Donnerstag, 23. April 2015 von 18.30 Uhr bis 22 Uhr
im Bürgerhaus Bockenheim, Schwälmer Straße 28

Die Kämpfe um „commons“, um freien Zugang zu Gemeingütern, um das Recht auf Stadt und für Bewegungsfreiheit, prägen viele der aktuellen politischen und sozialen Auseinandersetzungen, auch im Rhein-Main-Gebiet. Auch in den Perspektivdebatten von Blockupy, im transnationalen Widerstand gegen das Krisenregime, werden die „Commons“ immer wieder angesprochen.

Anknüpfend an eine erste Veranstaltung im Februar zum Alltagswiderstand in der Krise und der Forderung nach einem „Guten Leben“ laden wir für den 23.4. erneut zu einem dreistündigen Austausch ein. Im ersten Teil wollen wir zunächst allgemeiner dem Begriff und den Ambivalenzen der „Commons“ nachgehen. Thomas Gehrig, aktiv u.a. im Links-Netz, wird hierzu einen Input geben und insbesondere auf das Verhältnis von „Commons“ und den Forderungen nach sozialer Infrastruktur eingehen.

Im zweiten Teil wollen wir dann sehr konkret und aus verschiedenen Bewegungserfahrungen diskutieren, ob und wieweit die Forderung nach einem regionalen sozio-kulturellen Existenzminimum unterschiedliche Kämpfe in Rhein-Main zusammenbringen könnte. Hier werden kurze Beiträge aus dem regionalen Spektrum der Erwerbsloseninitiativen, von Recht auf Stadt sowie aus antirassistischen Gruppen die Diskussion eröffnen.

Rhein- Main Aktive aus Erwerbslosen-/Antirassistischen/Antifaschistischen Bewegungen und Bildungsprotesten