Die bisherigen Blockupyaktivitäten waren innerhalb der Rhein-Main-Region eher schwach ausgeprägt. Insbesondere in diesem Jahr ist es nicht gelungen eine stärkere Mobilisierung in der Region zu erreichen. Dies hat nicht nur organisatorische, sondern auch inhaltliche Gründe. Es konnte nicht vermittelt werden, wie über den Bezugsrahmen der EZB hinaus es sich lohnt für eine gesellschaftspolitische Alternative auf die Straße zu gehen. Weder war eine Perspektive im Zusammenhang mit dem Slogan „crash capitalism“ erkennbar, noch zeigten sich Verbindungslinien zwischen alltäglichen Kämpfen vor Ort und einer grundlegenden Alternative zum Bestehenden. Um diese Schwäche anzugehen, ist unser Ansatz ein Zeitfenster für Überlegungen zu öffnen, ohne von der pragmatischen Not getrieben zu werden permanent mit Aktionen und Aktivitäten auf einen autoritären Kapitalismus reagieren zu müssen. Dabei ist uns klar, das Ausgangspunkt dieser Phase die Region sein muss, mit dem Ziel gemeinsame inhaltliche Bezugspunkte zu finden, mit denen auch die Mobilisierungsmöglichkeiten erweitert werden könnten.
Die Zersplitterung der Kämpfe in der Region ist allgegenwärtig. Hier Proteste gegen Fluglärm, dort Solidaritätsaktionen für MigrantInnen, hier Demonstrationen gegen MieterInnenvertreibungen, dort Aktivitäten vor dem Arbeitsamt/Jobcenter usw. Ein Aufeinanderbeziehen ist eher Mangelware und führt zu kontinuierlichen Ein-Punkt-Aktionen, die sich auch bei ständiger Wiederholung quantitativ nicht vergrößern. „Nur allzu selten jedenfalls, entwickeln sich aus Aktionen oder Protesten eigene Dynamiken, die erahnen lassen, wie ein widerständiges Rhein-Main-Gebiet aussehen kann.“ (Einleitungsinput für unser erstes Treffen am 25.08.2013)
Ein Text aus der Anfangszeit der Initiative:
http://www.linksnavigator.de/node/3758

Erste Vorüberlegungen sind noch hier zu finden:
https://wurfbude.wordpress.com/2012/11/08/ein-antikapitalistisches-forderungsprogramm-furdie-rhein-main-region-diskutieren/

Kontakt: regionalerratschlag[at]riseup.net